Sonntag, 22. Oktober 2017
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Neueste Technologie für Administratoren

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Kurztipp: DHCP-Server migrieren

Bild 1. Mit der Powershell migrieren die Systembetreuer den DHCP-Server im „Handumdrehen“ (Quelle: Microsoft).

Falls die aktuelle Windows Servergeneration im Unternehmen eingeführt wird, stellt sich oftmals die Frage, ob bestimmte Dienste oder Workloads komplett neu aufgesetzt werden sollen, oder ob eine Migration der bestehenden Funktionen in Frage kommt. Die Antwort auf diese Frage lässt sich oftmals nicht allgemeingültig treffen. Auf der einen Seite umgeht eine komplette Neueinrichtung eventuell vorhandenen Altlasten. Sollten derartige Reste vorhanden sein, werden diese bei einer Migration in der Regel mit übernommen, und können zu einem späteren Zeitpunkt für Probleme sorgen. Auf der anderen Seite ist es unter Umständen sehr zeitintensiv alle Parameter neu zu konfigurieren, weshelb für bestimmte Workloads eher eine Migration spricht.

Falls die DHCP-Funktion von einem älteren System (mit Windows Server 2012 R2) auf die aktuelle Generation Windows Server 2016 gebracht werden soll, können die Systembetreuer dies in zwei Schritten erledigen. Denn durch den Einsatz der Powershell wird die DHCP-Migration zum „Kinderspiel“. Dazu melden sich die Administratoren am „alten“ Server an, und führen folgenden Befehl aus:

Export-DhcpServer -File C:\DHCPMigdata\DHCPdata.xml -Leases -Force -ComputerName old.network.local.server2012R2 –Verbose

Danach kommt auf dem „neuen“ System folgendes cmdlet zum Einsatz:

Import-DhcpServer -File C:\DHCPMigdata\DHCPdata.xml -BackupPath C:\DHCPMigdata\ -Leases -ScopeOverwrite -Force -ComputerName new.network.server2016 –Verbose

Danach ist der Migrationsvorgang bereits abgeschlossen. Somit dürften sich die meisten Systembetreuer für eine Migration des DHCP-Servers entscheiden. Schließlich sind diese beiden Powershell-Cmdlets schneller ausgeführt, als eine Bereitstellung und Konfiguration eines „neuen" DHCP-Servers.

Karim Buzdar / FAH

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