Freitag, 28. April 2017
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Neueste Technologie für Administratoren

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Proaktive Systeme zur Netzwerkverwaltung einsetzen

Bild 1. Am Solarwinds-Seminar nahmen Systemadministratoren, Pressevertreter und IT-Verantwortliche aus unterschiedlichen Unternehmen teil.

Um die aktuellen Aufgaben und Trends in den Bereichen Netzwerkmanagement und Netzwerk-Monitoring näher zu beleuchten, veranstaltete Solarwinds ein Breakfast-Briefing in München. Dabei beleuchteten die Gastgeber aktuelle Vorgänge in den Bereichen Datensicherheit, Netzwerk-Monitoring und Cloud-Computing, und boten passende Lösungsmöglichkeiten, um solche Themen gezielt anzugehen.

Bild 2. Eine Übersicht des Solarwinds-Portfolios.

Traditionell müssen Probleme erst aufgetreten sein, damit sich Monitoring- und Management-Lösungen mit ihnen beschäftigen können. Somit reagierten die Netzwerkbetreuer auf Vorfälle wie Flaschenhälse im Netzwerkdesign oder gar bei kompletten Ausfällen. Um den künftigen Anforderungen im Netzwerkbereich entsprechen zu können, setzen die Systemadministratoren dagegen immer mehr auf proaktive Systeme. Diese ermöglichen unter bestimmten Voraussetzungen Vorhersagen von Ausfällen und eventuell auftretenden Fehlern.

Um dieses Thema näher zu beleuchten, hatte Solarwinds zu einem Event eingeladen. Dabei sprachen unter anderen die Referenten Peter O´Connor (Vice President Sales von Solarwinds), Peter Lehre (Principal Analyst von Techconsult GmbH) führte durch die Keynote.  Sascha Giese (Sales Engineering bei Solarwinds) zeigte anschließend anhand einer Produktdemo die Einsatzmöglichkeiten der Solarwinds-Plattform auf. Danach schloss sich noch eine „Kundenpräsentation“ von Drs. M. Kohlen (ehemals Manager bei ZTE Soft Deutschland GmbH) an.

Aktuelle Befragung deutscher Anwendungsunternehmen

Über die Ergebnisse einer aktuellen Studie von Techconsult aus dem März 2015. Dabei wurden 309 Teilnehmern aus deutschen Anwenderunternehmen befragt. Dabei wurden unterschiedliche Daten im Zusammenhang von Netzwerkverwaltungs-Werkzeugen, aktuellen Herausforderungen im Netzwerkbereich und Einsatzszenarien von Monitoring-Tools erhoben. Lehre zeigte dabei folgende Trends im Netzwerkbereich auf.

  • Software-defined Networking (SDN),
  • Network Funktion Virtualization (NFV),
  • Cloud Services (Hybrid/Private),
  • Internet der Dinge (IoT),
  • Bring Your Own Device (BYOD) sowie
  • Daten- und IT-Sicherheit.

Derzeit setzt etwa nur ein Viertel aller IT-Anwenderunternehmen Netzwerk-Monitoring-Tools ein. Von diesen Unternehmen nutzen circa die Hälfte Freeware- und Open-Source-Werkzeuge. Anhand der erhobenen Daten lässt sich feststellen, dass besonders kleinere Firmen wenig professionelle Netzwerk-Tools im Einsatz haben (etwa 10 Prozent der befragten Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern). Im Mittelfeld der Unternehmensgrößen schwanken die Einsatzwerte dieser Tools zwischen 16 Prozent (Firmen von500 bis 999 Mitarbeiter) und etwa 59 Prozent (Unternehmen mit 100 bis 249 Mitarbeiter). Bei den größeren Firmen (Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern) liegt der Anteil etwa bei 42 Prozent. Dabei sind die Branchen „Telekomunikation“ und „Energie- und Wasserversorgung“ bereits am besten mit Monitoring-Lösungen abgedeckt.

Bild 3. In der Studie von Techconsult wurden unterschiedliche Ergebnisse präsentiert.

Enge Verzahnung der Tools bringt Mehrwert

In der Produkt-Demo der Solarwinds-Plattform „Orion“ zeigte Gierse die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und die enge Verzahnung der einzelnen Solarwinds-Module. Hierbei sind beispielsweise IPAM (IP Address Manager), NPM (Network Performance Monitor) und NCM (Network Configuration Manager) zu nennen.

Ein mögliches Anwendungsbeispiel dieser Werkzeug-Synergie wäre folgender Ernstfall: Der Einsatz von NPM weist die Administratoren auf einen Abfall der Netzwerkbandbreite hin. Danach kommt es zu einem Ausfall bestimmter Teilbereiche des internen LANs. Hier meldet der IP Address Manager, dass im Netzwerk mehrere Systeme im selben Subnetz die gleichen IP-Adressen verwenden. Diese Fehlkonfiguration lässt sich auf einen Router für ein bestimmtes Subnetz eingrenzen, und dessen Konfigurationsparameter mit dem Software-Modul „NCM“ entsprechend anpassen, um den Fehler zu beheben.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Administratoren prüfen, diagnostizieren und lösen auftretende Probleme direkt aus einer Oberfläche heraus. Dabei müssen sie nicht wiederholt die Interfaces und Dashboards wechseln. Denn der Einsatz unterschiedlicher Werkzeuge (Analyse-, Logging- und Reporting-Tools), oder die Konfiguration der verschiedenen Gerätetypen (Router oder Switches) wird im den entsprechenden Kategorien des Orion-Tools vorgenommen.

Aber auch proaktive Maßnahmen können die Systembetreuer mit der Solarwinds-Lösung vornehmen. Etwa wenn aus den Performance-Daten abzusehen ist, dass die zur Verfügung gestellte Bandbreite demnächst nicht mehr ausreichen wird, um den Geschäftsbetrieb ohne Einschränkungen weiter aufrecht zu erhalten. Eine weitere Einsatzmöglichkeit: Die Administratoren setzen entsprechende (Solarwinds-) Agenten auf bestimmte Systeme und Applikationen an (etwa SQL-Datenbanken, Exchange-Systeme oder File-Server). Damit überwachen die Verantwortlichen nicht nur den Netzwerkverkehr selbst, sondern prüfen auch die Applikationen, die diesen Netzwerkverkehr generieren.

Auch im den Bereichen Sicherheit und der Anbindung von Storage im Rechenzentrum bietet Solarwinds entsprechende Module zur Leistungs- und Systemüberwachung, Diagnose und Fehlerbehebung an. Hier ist beispielsweise die Software „Storage Ressource Manager (SRM)“ neu hinzugekommen. Diese Software ermöglicht den Administratoren die Überwachung unterschiedlicher Speichersysteme im Rechenzentrum.

Kundenpräsentation

Abschließend präsentierte Drs. M. Kohlen die Vorteile vom Einsatz des Solarwinds-Portfolios gegenüber anderen Management- und Monitoring-Lösungen. Kohlen war bis vor kurzen bei ZTE Soft Deutschland GmbH als Managing Director Operations & Maintenance angestellt. Dabei stellte er die Features, Möglichkeiten und Einsatzszenarien der Solarwind-Produkte bei seinem früheren Arbeitsgeber ZTE in den Vordergrund, und lobte vor allem die guten Service-Qualitäten, die einfache Implementierung, eine hohe Kompressionsrate der generierten Reports und generell die Flexibilität beim Einsatz von Solarwinds-Produkten. Erwähnenswert in diesem Zusammenhang: Herrn Kohlen haben die Solarwinds-Produkte wohl so gut gefallen, dass er seit kurzem selbst als Solarwinds-Mitarbeiter tätig ist.

Florian Huttenloher

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