Citrix-Cloud trifft Microsoft Azure

19. Dezember 2017

Die Unternehmens-IT wird für die Verantwortlichen immer mehr zum Balanceakt. Die Systembetreuer und EDV-Leiter müssen dabei die unterschiedlichsten Technologien, Methoden und Geräte verwalten. Dabei spielen verschiedene Geräteklassen, Applikationen und die jeweiligen Berechtigungen eine Rolle. Falls nun unterschiedliche Management-Systeme kombiniert werden müssen, ist Ärger vorprogrammiert. Das kann etwa zum Problem werden, falls die Verwaltung der Mobilgeräte, Desktop-Systeme und Benutzerberechtigungen nicht konsolidiert wurde. Möchten die Systembetreuer nun einen Mitarbeiter mit weiteren Berechtigungen ausstatten, und dazu mehrerer Tools und das Active Directory bearbeiten, schleichen sich schnell Fehler ein. Zudem geht eine derartig heterogene IT-Verwaltung mit einem erhöhten Arbeitsaufwand einher. Kommt nun noch das Thema Cloud hinzu, wird es unter Umständen schnell unübersichtlich.

Quelle: Citrix

 

Um die Endgeräte, User und Applikationen im Unternehmen „sauber“ zu verwalten, bietet sich eine Komplettlösung an, die alle wesentlichen Management-Punkte abdeckt. Citrix bietet an dieser Stelle mit den „XenMobile Services“ eine entsprechende Plattform an. Diese zielt (größtenteils) auf eine On-Premise-Installation. Inzwischen setzen allerdings sehr viele Firmen auch auf entsprechende Cloud-Ressourcen. Eine Management-Komplettlösung muss daher auch in der Lage sein, das Thema „Cloud“ mit abzudecken.

Die „klassischen“ XenMobile Services lassen sich allerdings mit der Citrix Cloud verknüpfen. Somit profitieren die Systembetreuer von der zentralen Verwaltung und der Flexibilität, die eine Cloud-Lösung mit sich bringt. Auf diese Weise stellen die IT-Leiter den Mitarbeitern die benötigten Applikationen, virtuellen Desktops oder Online-Speicherplatz zur Verfügung. Interessant wird es dabei vor allem, dass auf den Endgeräten im Prinzip „nur“ der jeweilige Internetbrowser benötigt wird.

Zwar setzen Lösungen wie „XenDesktop“ entsprechende Browser-Plugins voraus, allerdings lassen sich diese schnell und einfach ausrollen beziehungsweise installieren. Aber nicht nur mit der Citrix-Cloud spielen diese Lösungen „zusammen“. Auch die Symbiose mit Microsofts Cloud-Plattform „Azure“ wird aktuell vorangetrieben. Auf dem Azure Marketplace sind inzwischen Citrix-Applikationen wie etwa „XenDesktop Essentials“ verfügbar.

Prinzipiell können die Citrix-Lösungen in drei verschiedenen Variationen bereitgestellt werden:

  • Traditionelle IT-Infrastruktur: Größere Unternehmen mit entsprechenden Knowhow und geschulten IT-Personal verfügen (meist) über die entsprechenden Ressourcen, um virtuelle Systeme, Applikationen und Dienste in Eigenregie bereitzustellen. Hier kommen oftmals die klassischen Betriebskonzepte (On-Premise-Installation, Dienste im eigenen Rechenzentrum) zum Zug.
  • Bereitstellung per Citrix Cloud: Firmen, die zwar über eine entsprechende IT-Infrastruktur verfügen, aber aus gewissen Gründen bestimmte Apps und Services aus dem Internet beziehen möchten, suchen nach einer „Zwischenlösung“. Auf diese Weise können die Firmen selbst bestimmen, welche Daten, virtuelle Maschinen oder Programme an einen Cloud-Anbieter ausgelagert werden können (und dürfen), und welche Bereiche im Haus verbleiben (müssen). Diese Methode ermöglicht es den Unternehmen, Flexibilität und Skalierbarkeit mit der „verlässlichen Basis“ eines eigenen RZs zu kombinieren. Daher setzte viele Firmen aktuell auf eine derartige „Hybrid Cloud“.
  • Verlässlicher Service Provider: Besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMUs / SMBs) die selbst über wenig oder kein IT-Knowhow verfügen, wünschen sich einen starken und verlässlichen Partner. Etwa um Applikationen zu hosten, und um essentielle Punkte (Backup, Hochverfügbarkeit, Skalierbarkeit) abzudecken. Diese Art der „IT-Komplettlösung“, bei der die Firmen sich selbst nur noch für den Internetzugang der Endgeräte kümmern müssen, wird immer häufiger gefordert.

Mit Citrix und Microsoft lassen sich diese drei Einsatzkategorien komplett abdecken. Zudem steht mit XenMobile eine effektive Endgeräte-Verwaltung den Firmen zur Seite. Sollen bestimmte Applikationen aus Azure, virtuelle Maschinen im eigenen RZ oder aus der Cloud bezogen werden? Welche Services lassen sich auslagern? Welche IT-Intrastruktur wird benötig? Derartige Fragen können die IT-Verantwortlichen entweder selbst beantworten, oder bei Bedarf auch einen Termin mit den Citrix- oder Microsoft-Spezialisten vereinbaren.

Florian Huttenloher

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