Donnerstag, 29. Juni 2017
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Neueste Technologie für Administratoren

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Kurztest: Inateck USB-Adapter mit Netzwerkanschluss

Bild 1. Der USB-Hub ist zusätzlich mit einem LAN-Port ausgestattet.

Für den „mobilen“ Arbeitsplatz werden in der Regel kleinere Notebooks, Subnotebooks oder auch Tablets eingesetzt. Oftmals müssen dabei Kompromisse eingegangen werden, so geht eine hohe Portabilität mit geringerer Displaygröße und (teilweise) mit einer verringerten Schnittstellenausstattung einher. Besondern im Bereich Zwölf bis 14 Zoll (Bildschirmdiagonale) sind in der Regel nur wenige Anschlussmöglichkeiten vorhanden. Etwa bei einem flachen Design, wie etwa beim Surface Book oder einem MacBook Air (MBA), ist zudem meistens nicht genügend Platz für eine Ethernet-Schnittstelle, und die USB-Ports sind in der Regel auf zwei bis drei Ports begrenzt.

 

Bild 2. Die Übertragungsgeschwindigkeit ist für einen 1000-MBit/s-Anschluss recht ordentlich.

Zwar bringen „Spezial-Anschlüsse“ wie etwa SD-Kartenleser, Thunderbolt-Buchse oder Mini-Display-Port noch weitere Möglichkeiten zum Verbinden von weiteren Endgeräten, trotzdem wünschen sich Administratoren und „normale“ Client-Benutzer in der rege noch weitere Anschlussmöglichkeiten. An dieser Stelle lohnt sich ein Blick auf den kombinierten USB-Ethernet-Adapter von Inateck mit der Modellbezeichung „HBU3VL3-4“. Dieser belegt einen USB-Port, und bietet seinerseits die Möglichkeit drei weitere URB-Geräte anzuschließen. Zusätzlich ist im Adapter noch ein Ethernet-Port untergebracht. Dies macht den Adapter zu einer sehr interessanten Erweiterung für kleinere Mobilgeräte.

Testablauf

Der Adapter wurde an einem MacBook Air (Modell von 2012) angeschlossen. Auf dem Testsystem „werkelt“ ein I7-Prozessor, zudem sind 8 GByte DRAM verbaut. Als Massenspeicher ist bei diesem Modell eine SSD mit 265 GByte vorhanden. Bei der Schnittstellen-Ausstattung ist „apple-typisch“ vor allem der Thunderbold-Port (Version 1), ein SD-Cardreader sowie ein USB-3.0-Port (rechte Seite) und der „Magnasave 2“ für das Netzteil, ein USB-3.0-Port, sowie eine 3,5-mm-Kopfhöhrerbuchse (linke Seite) verbaut. Als Betriebssystem ist auf diesem MBA „Windows 10“ installiert („Creators Update“)  Hierbei mussten keine „extra“ Treiberdateien im Vorfeld bereitgestellt werden, direkt beim Anschließen des Adapters wurden die benötigen Dateien automatisch installiert. Das Bereitstellen der entsprechenden Treiber war nach sehr kurzer Zeit (wenige Sekunden) abgeschlossen, und die Zusätzlichen Schnittstellen (ein USB-Hub sowie der Ethernet-Port.

Nun testete das LAB-Team die Funktionalität, dabei wurde ein USB-Stick von Kingston (Data Traveller Workspace mit 64 GByte) eingesetzt. Alle drei USB-3.0-Schnittstellen funktionierten reibungslos, somit konnten die Systembetreuer noch einen Test der Transferraten starten. Dabei wurden beim Lesen des Kingston-Sticks etwa 185 MByte/s erreicht. Dagegen konnten beim Schreiben auf den USB-stick nur etwa 71 MByte/s gemessen werden. Bei diesem Dateitransfer wurden knapp 7,75 GByte vom USB-Stick über den Inateck-Adapter auf die SSD des MBA übertragen. Der Kingston-Stick ist mit etwa 250 MByte/s angegeben 8schreib- und lesetransferrate). Danach starteten die Systembetreuer noch einen Vergleichstest ohne den Inateck-USB-Adapter. Hier erreichte der Stick beinahe identische Transferraten (ebenfalls knapp 185 MByte/s beim Lesen und etwa 70 MByte/s beim Schreiben).

Das LAB-Team startete danach noch einen Test des Netzwerk-Ports. Direkt nach dem Verbinden eines LAN-Kabels wurde eine Netzwerkfreigabe auf dem MBA eingerichtet. Diese wurde mit einer Workstation (i5-2500K, 256 GByte SSD, 16 GByte DRAM, GBit/s-Ethernet-Schnittstelle verbunden. Nun starteten die Administratoren ebenfalls mehrere Testläufe.

Zunächst wurde die Transfergeschwindigkeit beim Lesen und Schreiben (per Netzwerk) mit dem Inateck-Adapter gemessen. Dabei wurden ähnliche Transferraten ermittelt. Bei der Übertragung von Daten des MBA auf die I5-Workstation konnten knapp 93 MByte/s erreicht werden. In die entgegengesetzte Richtung wurde eine Transferrate von knapp 97 MByte/s festgestellt.

Danach testeten die Systembetreuer noch einen Thunderbolt-Ethernet-Adapter aus dem Hause Apple. Hierbei lagen die Datenraten bei 103 MByte/s (vom MBA zur Workstation) beziehungsweise bei knapp 97 MByte/s (von der Workstation zum MBA). Dabei ist noch anzumerken, dass die gleichen Daten verwendet wurden, wie beim vorangegangenen USB-Vergleichstest (ebenfalls etwa 7,75 GByte).

Zuletzt wurde noch die Kombination der vorangegangenen Testläufe simultan gestartet. Sprich die Dateien wurden sowohl von der Workstation per Ethernet, als auch vom Kingston-USB-Stick, sowie einem weiteren USB-Stick gleichzeitig in unterschiedliche Ordner kopiert. Dabei erreichte die Transfergeschwindigkeit per Ethernet-Kabel und Inateck-Adapter etwa 92 MByte/s, und der Kopiervorgang per USB-Stick 160 MByte/s, beziehungsweise 112 MByte/s. insgesamt könnte der Adapter in der Mitte dieses Multi-Testlaufs etwa 350 MByte/s leisten.

Kurztest: Inateck USB-Adapter mit Netzwerkanschluss

Fazit

Um bei mobilen Endgeräten wie (Sub-) Notebooks oder Tablets weitere Schnittstellen „nachzurüsten“, eignen sich seit je her entsprechende USB-Lösungen beziehungsweise USB-Hubs. Besonders nützlich ist dies, wenn etwa nur sehr wenige USB-Ports auf dem System vorhanden sind. Aktuelle Geräte verfügen dabei in der Regel über USB-3.0-Schnittstellen, dies kommt den Benutzer vor allem zugute, wenn es um Datentransferperformance geht. Auf diese Weise lassen sich auch mehrere externe Speichermedien oder Peripherie-Geräte gleichzeitig nutzen – ohne zu sehr von Performance-Problemen gestört zu werden. Dies wird vor allem dann wichtig, wenn die Benutzer parallel auf Netzwerkressourcen und auf lokale Datenträger zugreifen.

Beim den Testläufen im NT4ADMINS-Labor erreichte der maximale Datendurchsatz etwa 350 MByte/s mit zwei USB-Sticks und einer Netzwerkverbindung (alle Tests mit identischen Daten parallel gestartet. Damit eignet sich der USB-Adapter auch für Anwender, die gleichzeitig Dateien aus unterschiedlichen Quellen transferieren. Dabei „macht“ das Testgerät „eine gute Figur“, das Gehäuse an sich ist zwar aus schwarzem Kunststoff gefertigt, allerdings sitzen die USB-Ports unter einer  entsprechend ausgeschnittenen Aluminiumplatte.

Auch das Anschlusskabel (Gesamtlänge etwa 30 cm) ist flexibel und dennoch stabil ausgeführt. Angeschlossenen USB-Sticks oder Netzwerkkabel sitzen passgenau, allerdings ist der Abstand der USB-Ports relativ gering bemessen, so dass unter Umständen nicht alle USB-Geräte (etwa „dickere“ USB-Sticks) nebeneinander passen. Allerdings kann kein zusätzliches Netzteil angeschlossen werden. Die Erkennung und Treiberinstallation wurde direkt beim Einstecken automatisch von Windows 10 abgewickelt, so dass kein Eingreifen seitens der Systembetreuer nötig war. Weitere Peripherie-Geräte (Funkmaus, USB-Keyboard) funktionierten ebenfalls einwandfrei. Das Gerät ist ab circa 25 Euro verfügbar.

Florian Huttenloher

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