Montag, 18. Dezember 2017
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Vereinfachte Komplexität: Application Performance Monitoring

Kong Yang, Head Geek bei SolarWinds (Quelle: SolarWinds)

Es gibt keine allgemeingültige Definition von Application Performance Monitoring, kurz APM. Dieses irgendwie vage Konzept muss jedoch dringend entschlüsselt werden. Der IT Trends Report 2016 von SolarWinds kam zu dem Ergebnis, dass Hybrid-IT-Überwachung und -Management zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren im Hybrid-IT-Paradigma gehört. APM ist dabei ein zentrales Ziel für die Überwachung und das Management der hybriden IT.

Nach Angaben von Gartner ist APM eine Kombination aus einer oder mehreren Software- und Hardwarekomponenten, die die Überwachung vereinfachen und damit fünf funktionale Ziele erreichen:

  • Überwachung der Nutzererfahrung (End-User Experience Monitoring, EUM) - eine von oben nach unten implementierte Herangehensweise an die Überwachung
  • Modellerstellung und Darstellung der Echtzeiterkennung von Anwendungsarchitekturen - eine von unten nach oben implementierte Herangehensweise an die Überwachung
  • Profilerstellung für benutzerdefinierte Transaktionen - die betriebswirtschaftliche Seite der Gleichung
  • Intensive Komponentenüberwachung im Anwendungskontext - macht die Abhängigkeiten im Anwendungsstapel deutlich
  • Analysen, u.a. Berichterstellung, Treffen von Entscheidungen

Eine noch detailliertere Betrachtung der einzelnen Funktionen und Teilfunktionen der oben genannten Punkte würde zu weit führen. Daher ist eine Beschränkung auf die für IT-Experten entscheidenden Funktionen von APM hilfreicher.

So einfach wie möglich - APM in zwei Kategorien

Ohne in allzu komplexen Ausführungen den Überblick zu verlieren, ist es am besten, APM aus der Perspektive der Verantwortlichen zu betrachten und dann die Maßnahmen zu ergreifen, mit denen sich eine Optimierung der Leistung erzielen lässt und gleichzeitig Sättigungsprobleme und Fehler behoben werden können. Aus diesem Grund müssen wir APM in zwei Kategorien aufteilen: Code-bezogenes APM und Infrastruktur-bezogenes APM.

Das Code-bezogene APM steht im Zusammenhang mit der Entwicklung. Es wird von denjenigen genutzt, die zur Fehlerbehebung, zur Korrektur und zur Optimierung des Code-Stapels einen genauen Einblick in diesen besagten Code-Stapel benötigen.

Das Infrastruktur-bezogene APM wird von den für den IT-Betrieb Verantwortlichen genutzt, die für den gesamten Infrastrukturstapel Einblick in ihre Anwendung benötigen. Das umfasst eventuell auch von der Anwendung erfasste Messdaten. Auch hierbei sind Fehlerbehebung, Korrektur und Optimierung möglich – diesmal jedoch für den Infrastrukturstapel. Es gibt zwei Optionen: Man kann die App erstellen oder integrieren. Von der Antwort auf diese Frage hängt ab, welches APM-Tool das jeweils Richtige ist. Die beiden schließen sich jedoch nicht gegenseitig aus, und wenn man sowohl den Anwendungscode als auch die Infrastrukturdienste, auf denen die geschriebene Anwendung ausgeführt wird, optimieren möchte, benötigt man unter Umständen beide.

Funktionierende Lösung für IT-Experten

APM wird in der Hybrid-IT auf verschiedenste Weise eingesetzt. Ursprünglich entwickelt wurde es jedoch für Entwickler und für Infrastrukturtechniker.

Die Zielsetzung von APM ist im SLA des CIO festgelegt. Hierunter fallen Sicherheit, reibungsloser Betrieb und Flexibilität bei gleichzeitiger Bereitstellung einer akzeptablen Anwendungsleistung hinsichtlich der Dienstgüte für die Endbenutzer.

Mit APM kann man die Balance zwischen den zu kontrollierenden Komponenten und dem Management der SLAs und Nutzungsbedingungen der Anbieter von Cloud-Diensten finden. Somit kann APM zur Optimierung der Verantwortlichkeiten von IT-Profis, die sich im steten Wandel befinden, verwendet werden.

Vereinfachte Komplexität

APM kann ein komplexes Unterfangen sein und nicht alle verstehen dasselbe unter dem Begriff. Für den täglichen IT-Betrieb muss das jedoch keine negativen Auswirkungen haben. Die folgenden Schritte sollten IT-Experten beachten, die ihre APM-Erfahrung optimieren möchten:

  • SLAs und Verträge der Anbieter verwalten, und die Dienstgüte-Erwartungen für die Endbenutzer festlegen.
  • Wichtige Leistungsdaten sammeln, insbesondere im Hinblick auf Netzwerkleistung, Sättigung und Fehlerkennziffern, da über das Netzwerk alle Verbindungen im Hybrid-IT-Bereich hergestellt werden.
  • DART- und SOAR IT-Kenntnisse zur kontinuierlichen Integration und Bereitstellung von Diensten in der Praxis anwenden.
  • Ein geeignetes Tool zur Überwachung der hybriden IT nutzen.

Sich mit den komplizierten Zusammenhängen rund um APM zu belasten ist unnötig, vielmehr sollten wir für schnelle, sichere und flexible Betriebsabläufe in der Organisation sorgen.

Kong Yang, Head Geek bei SolarWinds

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