Donnerstag, 28. Juli 2016
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Neueste Technologie für Administratoren

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Erfolgreich in der Cloud: So bestehen Sie in einer serviceorientierten Welt

Michael Thompson, Director, Systems Management Business (Quelle: Solarwinds)

Cloud-Computing ist und bleibt bei Unternehmen beliebt: In einer neuen Umfrage gaben IT-Profis an, dass diese Technologie nicht nur in den vergangenen drei bis fünf Jahren zu den drei innovativsten und einflussreichsten in der Geschäftswelt zählte. Sie betonten auch, dass sie sie für die nächsten drei bis fünf Jahre als die wichtigste Investition für die Erhaltung der Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens halten. Kurzum, die Cloud bleibt ein fester Bestandteil des IT-Lebens. Der Wandel ist nicht aufzuhalten, er beschleunigt sich sogar, je mehr cloudbasierte Dienste angeboten werden. Macht die Cloud den IT-Profi überflüssig?

 

Durch die zunehmende Verbreitung von Cloud-Diensten verändert sich die Rolle der IT-Systemadministratoren grundlegend. Es gibt sogar Stimmen, die behaupten, bestimmte Aufgaben in der IT würden vollkommen verschwinden. Und damit haben sie gar nicht so Unrecht– Tatsache ist, dass sich das Aufgabenspektrum der IT-Profis in vielen Bereichen verringern wird. So werden einige Unternehmen sicher prüfen, ob sie überhaupt noch genügend IT-Infrastruktur im Haus haben, die die Beschäftigung bestimmter IT-Mitarbeiter rechtfertigt.

Der IT-Sektor wird allerdings nicht an der Umstellung auf die Cloud zugrunde gehen. Im Gegenteil: Die Administratoren haben jetzt die Möglichkeit– und die beste Ausgangsposition –, um das Geschäft entscheidend zu unterstützen. Die Rede ist von der Integration von Cloud-Diensten in die bestehende geschäftliche Infrastruktur und die Verwaltung dieser Services. Dies zu leisten ist unerlässlich für IT-Profis, die in der neuen serviceorientierten Ära bestehen wollen.

Die Umstellung auf die Cloud anführen

IT-Profis, die für ihr Unternehmen relevant bleiben möchten, müssen mit der Cloud arbeiten – nicht gegen sie. Es stimmt, dass das Führungspersonal technisch versierter ist als früher, doch es mangelt ihm trotzdem an den Fähigkeiten, um den Wechsel vom herkömmlichen IT-Betrieb hin zum Cloud-Computing selbst zu vollziehen. An diesem Punkt können sich zukunftsgewandte IT-Systemadministratoren als Vordenker der neuen Cloud-Arbeitsumgebung profilieren, wenn sie die Arbeit nicht scheuen.

Der Umgang mit Cloud-Diensten unterscheidet sich von der Bereitstellung inhaltlich ähnlicher Dienste in On-Premise-Systemen. Die Systembetreuer müssen sich daher mit den neuen Methoden der Erstellung und Bereitstellung von Systemen und Anwendungen, wie IaaS (Infrastructure as a Service) und PaaS (Platform as a Service), vertraut machen. Hybrid-Umgebungen stellen IT-Profis zudem vor die Herausforderung, ein einheitliches System zu verwalten, das verteilt und auf verschiedenen Infrastrukturen ausgeführt wird. Bei SaaS (Software as a Service) liegt das Hauptproblem in der Leistungserhaltung. Um die geschäftlichen Anforderungen zu erfüllen, stehen dem IT-Manager dafür nur die Daten- und Verwaltungsoptionen des Service-Anbieters sowie dessen Möglichkeiten für die Datenintegration in andere Cloud- oder On-Premise-Systeme zur Verfügung.

Angesichts dieser und anderer Herausforderungen haben wir einige Tipps zusammengestellt, damit sich IT-Systemadministratoren in dieser serviceorientierten Zeit behaupten können:

  • Kenntnisse von Cloud-Diensten und -Technologien: Administratoren müssen zumindest mit den wichtigsten Arten von Cloud-Diensten vertraut sein: SaaS, PaaS und IaaS. Reines Faktenwissen genügt jedoch nicht. Sie müssen zudem bestimmen können, welche Option für das Unternehmen am besten geeignet ist. So sind kleine Unternehmen, die Standardanwendungen nutzen, mit SaaS besser beraten als größere Firmen, die sowohl Standard- als auch benutzerdefinierte Anwendungen verwenden – und das gleich in größerer Anzahl. Für diese Unternehmen bietet sich eher eine Kombination, zum Beispiel aus IaaS und PaaS, an. IT-Profis müssen lernen, solche Lösungen zu erstellen, zu implementieren und schließlich auch ihre optimale Leistung im Betrieb zu gewährleisten.
  • Anwendungs- und Systemintegration: IT-Profis müssen sich die passenden Fähigkeiten aneignen, um Cloud-Dienste und vorhandene interne Geschäftssysteme oder andere Cloud-Dienste so ineinander zu integrieren, dass die unternehmensspezifischen Anforderungen erfüllt werden. Wenn sich ein Unternehmen zunächst in einer Hybrid-Cloud-Umgebung versuchen möchte, müssen dessen IT-Profis neben ihren üblichen Aufgaben bei der Administration einer herkömmlichen Umgebung auch wissen, wie zugehörige SaaS-, IaaS- oder PaaS-Lösungen funktionieren und wie sie diese integrieren können.
  • IT-Sicherheit: Die Cloud ist zwar nicht automatisch unsicherer als On-Premise-Lösungen, doch sie birgt ihre eigenen Sicherheitsrisiken, die mit entsprechenden Richtlinien minimiert werden müssen. IT-Profis müssen sich mit den unterschiedlichen Cloud-Modellen und zugehörigen Sicherheitstools auseinandersetzen, um den Geschäftsleitungen leistungsstarke, sichere Lösungen präsentieren zu können.
  • Strategische Denkweisen: Wie schon erwähnt, sind Kenntnisse zu den Cloud-Technologien, ihren Sicherheitsrisiken und die Integration von Anwendungen und Systemen zwingend notwendig. Unentbehrlich macht sich ein Systembetreuer aber nur, wenn er die IT-Prioritäten auf die Geschäftsziele und -anforderungen abstimmt. Angesichts von SaaS-Anwendungen, durch die Geschäftsverantwortliche von der IT unabhängiger sind und freiere IT-Entscheidungen treffen können, ist es eine besonders wichtige Fähigkeit, die Implementierung, den Betrieb sowie die Verwaltung, Integration und Sicherheit von Cloud-Systemen im geschäftlichen Kontext zu betrachten.

Cloud-Computing ist nur eine von vielen neuen Technologien mit großem Einfluss auf den IT-Betrieb, doch möglicherweise ist sie die am weitesten verbreitete. IT-Profis müssen flexibel und lernfähig sein, um sich diesen neuen Trends anzupassen und bewerten zu können, wie diese Trends in die jeweilige Geschäftsstrategie passen. So haben sie die Chance, ihre Rolle kontinuierlich anzupassen und zu einem strategischen Partner zu werden. Denn das finanzielle Wohlergehen einer Firma hängt zunehmend von ihrer Technologie ab.

Michael Thompson, SolarWinds

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