Mittwoch, 22. Mai 2013
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Windows Server 2012: Was ist ODX?

ODX (Offloaded Data Transfer) hilft, große Dateien sehr schneller zu verschieben/kopieren. (Quelle: Microsoft TechNet)

Der neue Windows Server 2012 kann mit der stolzen Summe von 350 (!) neuen Funktionalitäten aufwarten: Da ist es zunächst nicht einfach, diese alle im Überblick zu behalten. John Savill hat sich bereits ausführlich mit diesem Release des Windows-Servers befasst und stellt hier bei NT4Admins immer wieder neue und verbesserte Funktionalitäten vor. Dazu gehört auch ODX – der „Offloaded Data Transfer“

Immer dann, wenn ein Windows Server 2012 mit einen Storage-Array wie beispielsweise einem modernen SAN verbunden ist, dann hat das Betriebssystem damit auch Zugriff auf eine Hardware, die sehr mächtige Funktionen zum Bewegen und Kopieren von Daten anzubieten hat. Wenn der Server Daten, die sich auf einem SAN befinden, bewegen und kopieren will, muss das Betriebssystem diese Daten in seinen Zwischenpuffer hineinlesen.

Danach werden die Daten dann wieder aus dem Puffer herausgeschrieben, wobei das Betriebssystem konstant damit beschäftigt ist, Daten zu lesen und zu schreiben. Dadurch werden Ressourcen wie die CPU und der Hauptspeicher des Host-Servers belastet, was wiederum den aktuellen Prozess des Verschiebens/Kopierens beeinflussen und verlangsamen kann. Dabei sind moderne SANS dazu in der Lage, gerade solche Aktionen weitaus effizienter und damit auch schneller auszuführen.

Große Daten kopieren/bewegen: Mit ODX geht's schneller...

Mit Hilfe der ODX-Technik (Offloaded Data Transfer) kann das Betriebssystem eine Anfrage an das SAN stellen, dass dieses die entsprechenden Aktionen unter Umgehung des Host-Systems direkt ausführt. Dadurch wird keine Last mehr auf dem Windows Server 2012 erzeugt und der gesamte Vorgang kann deutlich schneller abgearbeitet werden.

Die meisten Anbieter von SAN-Storage-Arrays arbeiten mit Microsoft zusammen, um in ihren Produkten ODX zur Verfügung zu stellen. Dadurch wird es möglich werden, dass jede Aktion, die ein Kopieren oder Verschieben einer Datei beinhaltet und über API für Dateidienste arbeitet, direkt an das SAN „übergeben“ werden kann.

Dazu gehören dann auch die normalen Dateioperationen über den Windows Explorer, über die Kommandozeile oder solche, die vom Hyper-V ausgeführt werden. Zu den Anbietern, die diese Technik bereits getestet haben und entsprechende Lösung zur Verfügung haben werden, gehören unter anderem die Firmen Dell, HP, IBM, NetApp, EMC und Fujitsu.

Diese Technik ist besonders dann effizient, wenn sie in ganz besonderen Szenarien zum Einsatz kommt. Dazu gehören beispielsweise das Verschieben einer großen virtuellen Maschine oder auch das Anlegen einer neuen VM aus einer Schablone heraus auf dem SAN-Array. Dadurch kann ein entsprechender Prozess, der zuvor mehrere Minuten in Anspruch genommen hat, leicht auf Sekunden verkürzt werden. Die gleiche Technik kann auch zwischen SANs eingesetzt werden, wenn diese Cross-SAN-ODX unterstützen.

Für Administratoren, die den Einsatz eines Windows Servers 2012 in Zusammenarbeit mit einem SAN planen, ist es deshalb wichtig festzustellen, ob das SAN ihrer Wahl die ODX-Technik unterstützt, da dadurch im täglichen Betrieb deutliche Geschwindigkeitsvorteile zu erwarten sind. Microsoft stellt rund um das Thema ODX auf dem TechNet einige Informationen bereit und bietet auch ein umfangreiches englischsprachiges Whitepaper zum Download an.

John Savill/ fms


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