News
Windows Server 2012 Hyper-V: Aufteilung auf NUMA
Administratoren, die schon mal einen genaueren Blick auf die Einstellungen des Hyper-V-Managers des neuen Windows Servers 2012 werfen konnten, werden dort vielleicht auch schon die Einstellung für das NUMA-Spanning („Aufteilung auf NUMA“) gesehen und sich gewundert haben, was es damit auf sich hat: John Savill erläutert die Vorteile, die der Hyper-V hier zu bieten hat.
Bei NUMA (Non Uniform Memory Access) handelt es sich um eine spezielle Speicherarchitektur, die bei Multiprozessor-Systemen zum Einsatz kommt. Dabei besitzt und kontrolliert jeder der Prozessoren einen Speicherbereich, mit dem auch direkt verbunden ist. Über einen Bus und einen gemeinsamen Adressraum haben auch andere Prozessoren darauf zugreifen.
Je nachdem ob sich die Information im lokalen Speicher oder im Bereich eines anderen Prozessors befindet, ist der Zugriff sehr schnell (lokal) oder entsprechend langsamer. Die beste Verarbeitungsgeschwindigkeit werden dabei immer die Prozesse erreichen, die auf Prozessorkernen aktiv sind, die lokalen Speicher einsetzen und keine Zugriffe auf den „verteilten NUMA-Speicher“ benötigen.
Hyper-V unterstützt jetzt die NUMA-Fähigkeiten der Hardware
Standardmäßig unterstützt der Windows Server auch beim Hyper-V die NUMA-Techniken, die ihm von der darunterliegenden Hardware zur Verfügung gestellt werden. So kann der Hyper-V dann so eingestellt werden, dass durch das NUMA-Spanning – das in der deutschen Version des Windows Servers 2012 als „Aufteilung auf NUMA“ bezeichnet wird und in den Hyper-V-Einstellungen zu finden ist (siehe Screenshot) – dass die virtuelle Maschinen dann auch auf NUMA-Knoten aufgeteilt werden können. Dadurch sind sie dazu in der Lage, auf Speicher in jedem NUMA-Knoten zuzugreifen und diesen auch zu nutzen. Das ist zwar die flexibelste Einstellung, kann aber zu Einbußen bei der Performance der VMs führen.
Wenn der Administrator diese Einstellung ausschaltet, so stellt er sicher, dass die virtuellen Maschinen nur Speicher und Prozessorkerne einsetzen können, die sich auf dem gleichen NUMA-Knoten befinden. Auf der anderen Seite kann eine solche Einstellung in der Praxis aber auch bedeutet, dass eine VM nicht starten kann, weil auf dem spezifischen NUMA-Knoten gerade nicht genügend Speicher zur Verfügung steht – ein Fall, der durch das eingeschaltete Spanning deutlich seltener auftreten wird.
Administratoren sollte diese Einstellung nur einmal entsprechend ihrer Installation ändern: Ist es ihnen wichtiger immer die absolute beste Performance oder lieber eine entsprechende Flexibilität beim Einsatz der VMs zu haben? Auch wenn eine entsprechende Managementlösung für die NUMA-Konfiguration zur Verfügung steht, die eine optimale Konfiguration ermöglicht, sollte diese Einstellung entsprechend diesen Vorgaben geändert werden. Zu finden ist diese Einstellung unter den Hyper-V-Einstellungen des Hyper-V-Managers von Windows Server 2012.
John Savill/ fms





















