Donnerstag, 20. Juni 2013
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Windows Server 2012: die Option NUMA Spanning

Beim Windows Server 2012 gibt es die Option “NUMA Spanning”. Soll sie zum Einsatz kommen oder deaktiviert bleiben?

Der “Non Uniform Memory Access” (NUMA) bezieht sich auf System emit mehreren Prozessoren. Dabei ist jeder Prozessor in der Lage, bestimmte Blöcke im Arbeitsspeicher zu kontrollieren und sich mit ihnen direkt zu verbinden. Diese Verbindung wird über einen Bus namens „Local Memory“ hergestellt.

Die beste Durchsatzleistung ergibt sich, wenn Prozesse auf Prozessorkernen mit lokalem Memory arbeiten können und nicht den Weg über mehrere NUMA-Knoten gehen müssen. In diesem Fall ist der benötigte Speicher mit einem anderen Prozessor verbunden – man spricht dann von „Foreign Memory“ oder „Remote Memory“. Bei Zugriffen auf diese Speicherbereiche sind längere Zugriffszeiten zu verzeichnen wie beim lokalen Speicher.

Standardmäßig ist beim Windows Server 2012 das NUMA Spanning aktiviert – denn damit bekommt man die größtmögliche Flexibilität für die virtuellen Maschinen (VMs). Denn sie können auf jeden Speicherbereich – egal in welchen NUMA-Knoten er liegt – zugreifen. Doch dabei kann es zu einer schlechteren Performance kommen – verglichen mit dem Ansatz, dass die VMs nur den Speicher nutzen dürfen, der auf demselben NUMA-Knoten liegt wie die Prozessorkerne.

Deaktiviert der Administrator das Numa Spanning, wird sichergestellt, dass die VMs nur den Arbeitsspeicher und die Prozessorkerne nutzen, die auf demselben NUMA-Knoten liegen. Das ergibt die größtmögliche Performance. Allerdings kann es dann auch dazu kommen, dass eine VM nicht in der Lage ist zu starten – etwa wenn der notwendige Speicherplatz für die VM nicht auf dem einzelnen NUMA-Knoten verfügbar ist.

Daher sollte eine derartige Änderung nur dann erfolgen, wenn sich der Administrator mit alle NUMA-relevanten Eigenheiten auskennt und versteht, welche Auswirkungen das zur Folge haben kann. Zudem helfen einem zusätzliche Verwaltungswerkzeuge beim Auffinden der bestmöglichen Konfiguration für die eigenen Problemstellung.

John Savill


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