Sonntag, 19. Mai 2013
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Windows 8 RT im Blick

Die Konsole für lokale Gruppenrichtlinien und die Powershell stehen auch unter Windows 8 RT zur Verfügung. (Bild: Orin Thomas)

Seit dem letzten Freitag steht Windows 8 in der offiziellen Version für die Anwender zur Verfügung. Damit kamen auch die neuen Surface-System mit der ihnen ganz eigenen Version Windows 8 RT auf den Markt. Mit unserem Autor Orin Thomas wirft hier ein Systemprofi einen ersten Blick auf dieses „etwas andere“ Windows-Release.

Viel Aufsehen gibt es um die sogenannten Surface-Rechner, die Microsoft am letzten Freitag der Öffentlichkeit präsentiert hat: Nicht nur das der Softwareriese sich hier an der Auslieferung von Hardware versucht, sondern auch das Betriebssystem Windows 8 kommt für diese auf ARM-Prozessoren basierenden Systeme in einer ganz eigenen Version: Windows 8 RT.

Unser Systemprofi Orin Thomas sagt selbst, dass er sich selbst nicht so ganz sicher war, was er eigentlich von dieser Windows-Version erwarten sollte: Er dachte – wie viele andere Administratoren und Anwender sicher auch – bei diesem System so etwas wie ein Windows-Phone-System vorzufinden, das mit einem abgespeckten Desktop ausgestattet ist.

Grundsätzlich waren die Aussagen, die von Microsoft und den Medien im Vorfeld verbreitet wurden auch eher verwirrend: Eine ganze Reihe von Aussagen dazu, was Anwender mit diesen Systemen nicht tun können, aber deutlich weniger Informationen zu den Gemeinsamkeiten, die diese Version von Windows 8 mit den anderen bekannten Versionen teilt.

Bei Windows 8 existiert im Gegensatz zu Windows 7 keine Home-Version – also keine Ausprägung, bei der es sich um eine vollständige Version des Betriebssystems handelt, mit der aber der Beitritt einer Domäne nicht möglich ist. Genau dieses Gefühl hat aber Windows 8 RT unserem Autor vermittelt – es scheint eher wie eine Ausprägung von „Windows 8 Home“ als wie ein erweitertes Windows-Phone-Systeme.

Sieht man einmal einmal davon ab, dass es mit einem Windows 8 RT-Rechner nicht möglich ist, Windows-Anwendungen vom Internet herunterzuladen und auszuführen, so fühlt sie das System im Betrieb wie jedes andere Windows-8-System an. Allerdings sucht Orin Thomas beispielsweise auch noch vergeblich nach einer Möglichkeit, Video-Dateien im MKV-Format auf dem Windows-RT-Gerät abzuspielen. Leider wird es wohl das auf anderen Plattformen für diese Art von Anforderung so beliebte Programm VLC eher nicht in den Windows-App-Store schaffen.

Hingegen gelang es ihm, seinen Netzwerk-Drucker problemlos und schnell mit dem RT-Gerät zu verbinden und auch der Aufbau von Remotedesktopverbindungen zu anderen Windows-Systemen in seinem Netzwerk gelang sofort und ohne Probleme. Auch der Aufruf des lokalen Editors für Gruppenrichtlinien (wie im Screenshot zu sehen) gelang auf dem Gerät ebenso wie der Start der Powershell sofort.

So ist Orin Thomas erstes Fazit zu Windows 8 RT durchaus positiv: Wenn es möglich ist, gpedit.msc zu starten und dieser MMC (Microsoft Management Console) dann problemlos eine ganze Reihe von Standard-Snap-Ins hinzuzufügen, dann handelt es sich sicher nicht um eine komplett minimierte Version des Betriebssystems sondern eher – wie zuvor schon angemerkt – um eine Art „Home-Version“.

Ein Tipp noch zum Abschluss: Wer bereits ein solches RT-Gerät im Einsatz hat, sollte regelmäßig nach optionalen Updates schauen. Diese erlauben es dem Anwender dann, zur finalen Version von Microsoft Office 2013 zu wechseln und die Preview-Version des Office-Pakets zu verlassen.

Orin Thomas/ fms


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