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Windows 8: Optionen zur Wiederherstellung
Zu den Neuerungen, die Microsoft mit Windows 8 einführt, gehört unter anderem auch eine Möglichkeit, den Rechner ohne Datenverlust wieder mehr oder minder in den „Urzustand“ zu versetzen. John Savill erläutert die neuen Optionen und stellt dabei auch ein Kommandozeilenwerkzeug vor, das dabei helfen kann.
Zunächst einmal mag es für Umsteiger schwer sein, diese Möglichkeiten in der Oberfläche von Windows 8 zu lokalisieren: Sind doch einige der Systemeinstellungen nach wie vor in der gewohnten Windows-Oberfläche zu finden, während andere komplett in die neue Kachel-Oberfläche versetzt wurden. Unter der neuen Oberfläche bei den PC-Einstellungen finden sich auch zwei Punkte zur Wiederherstellung beziehungsweise zum „Auffrischen“ des Windows-Systems, die es bisher auf dieser Art und Weise noch nicht gab.
Um dorthin zu gelangen, muss zunächst auf dem Startbildschirm oder direkt von der Windows-Oberfläche über Windows-Taste + C der Charms-Bar am rechten Bildschirmrand ausgewählt werden. Dort findet sich dann der Bereich Einstellung, in dem wiederum ganz am unteren Ende der Eintrag PC-Einstellungen zu finden ist. Im Bereich PC-Einstellungen, der sowohl im Aussehen als auch von der Bedienung her komplett auf den Gebrauch via Tablet eingerichtet wurde, sind im Bereich „Allgemein“ zwei Einträge zu finden (die in der Preview-Version noch etwas anders benannt waren):
- "PC ohne Auswirkung auf Daten auffrischen" und
- "Alles entfernen und Windows neu installieren".
Die Vorgehensweise bei Auswahl der zweiten Möglichkeit ist ziemlich eindeutig: Wird diese Option gewählt, so werde sowohl alle Daten als auch Anwendungen sowie das Betriebssystem vom System gelöscht und dann wird das Windows 8 komplett neu auf das System aufgespielt. Unklar ist auch vielen IT-Profis zunächst hingegen, was die Option PC ohne Auswirkung auf Daten auffrischen bewirkt.
Bei Auswahl dieser Möglichkeit speichert das System die Daten der Nutzer, alle Apps im Stil der neuen Oberfläche, die über den Windows-Store auf das System gelangt sind und das Betriebssystem. Da Daten „normaler“ Windows-Anwendungen sowie diese Anwendungen selbst werden nicht gesichert und gehen auch durch das Auffrischen verloren. Nach dem Abspeichern der Daten wird dabei Windows 8 wieder installiert und die gespeicherten Einstellungen sowie die Apps werden wieder auf das System gebracht. Dieser Prozess funktioniert durch den Einsatz des Windows Recovery Environment (RE) und installiert beim Wiederaufsetzen die Windows-Version von einem vorhandenen Recovery-Image.
Da RE zum Einsatz kommt, kann dieser ganze Vorgang auf direkt aus einer RE-Umgebung heraus, die beispielsweise von einer DVD gestartet wurde, angestoßen und ausgeführt werden. Welches Windows-Image dabei zum Auffrischen des PCs zum Einsatz kommt, hängt davon ab, wie der entsprechende PC ausgeliefert wurde. OEM-Anbieter können auch hier bei Windows 8 wieder ein Recovery-Image in einer versteckten Partition hinterlegen, mit dem dann dieser Vorgang ausgeführt wird.
Liegt ein solches Image nicht direkt auf dem System vor, so wird der Anwender aufgefordert, ein entsprechendes Installationsmedium (hier kann es sich beispielsweise auch um einen USB-Stick handeln) einzulegen, damit von diesem dann installiert werden kann.
Administratoren können natürlich auch ein eigenes Recovery-Image anlegen und Windows 8 so konfigurieren, dass es dieses dann für ein Wiederaufsetzen des Systems verwendet. Unter Windows 8 steht dazu Werkzeug recimg.exe bereit. Mit dem folgenden Aufruf kann ein neues Image erzeugt werden:
recimg /createimage <Ordner in dem das Image abgelegt werden soll>
Will ein Systemverwalter beispielsweise prüfen, ob sich auf dem System bereits ein benutzerdefiniertes Wiederherstellungsimage befindet, so kann er dies mit dem folgenden Aufruf tun:
recimg /showcurrent
So steht auch Firmen eine gute Möglichkeit zur Verfügung, eigene entsprechend modifizierte Windows-Images bereitzustellen, die beispielsweise immer einer Wiederherstellung des Firmenstandard garantieren. Weitere Informationen dazu finden sich auch in einem MSDN Blog in englischer Sprache.





















