Donnerstag, 23. Mai 2013
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Was kann der freie Hyper-V-Server 2012?

Es war schon bei den bisherigen Server-Versionen so und auch mit dem Windows Server 2012 hält sich Microsoft an die Tradition und bietet wiederum eine Stand-Alone-Variante des Hyper-V-Servers an. Was diesen von der mit dem Server gekoppelten Version unterscheidet und wie ein Administrator diese Software bekommt, erläutert John Savill in diesem kurzen Tipp

Die freie Version des Hyper-V-Server, die direkt „Bare-Metal“ auf ein System gespielt werden kann, ist eine gute Möglichkeit, sich mit dieser Technik näher vertraut zu machen. Allerdings fragen sich viele Systemprofis im Vorfeld, ob diese kostenlose Version des Hyper-V-Servers 2012 genau die gleichen Features aufzuweisen hat, die von der Hyper-V-Rolle des Windows Servers 2012 bereitgestellt werden.

Diese Frage kann mit einem klaren Ja beantwortet werden: Auch die freie Version des Hyper-V-Server 2012 bietet alle Features, die von der entsprechenden Rolle im Windows Server 2012 zur Verfügung gestellt werden. Dazu gehören dann unter anderem auch die neuen Merkmale wie:

  • größere Skalierbarkeit im Vergleich zu den Vorgängerversionen,
  • die Shared-Nothing Live-Migration,
  • der Einsatz von Virtual Fibre Channel,
  • Live Storage Move,
  • RemoteFX sowie
  • Failover Clustering.

Die Software stellt aber keine anderen Server-Rollen zur Verfügung – was durchaus sinnvoll ist, denn es handelt sich hierbei um einen freien Hypervisor und keine weitere Server-Version. Eben weil die Lösung keine weiteren Rollen unterstützt, läuft sie auf dem Level einer Server-Core-Konfiguration, so dass diese Software nur sehr wenig Platz und Ressourcen auf der Festplatte beansprucht.

Mit der freien Version des Hyper-V 2012 werden hingegen keine Lizenzen für den Einsatz virtueller Server-Instanzen zur Verfügung gestellt! Auch das unterscheidet die Software von den „eigentlichen“ Server-Versionen, der hier stehen dem Administrator in der Standard-Version zwei dieser Instanzen und bei der Datacenter-Version sogar eine unbegrenzte Zahl von Instanzen zur Verfügung.

Aus diesem Grund eignet sich der Hyper-V Server 2012 auch sehr gut zum Ausrollen von VDI-Umgebungen (Virtual Desktop Infrastructure) oder dazu, andere Betriebssystem wie Linux zu hosten, da in diesen Fällen keinen entsprechende Server-Lizenz für die virtuellen Instanzen notwendig ist.

Wer den freien Hyper-V Server 2012 selbst ausprobieren will, kann ihn aus dem TechNet oder direkt über die Microsoft Webseite zum Thema „Server and Cloud Platform“ herunterladen. Nach einem Klick auf „Free Download“ ist dann noch die Anmeldung mit einem Microsoft-Account notwendig, um anschließend die etwa 1,7 GByte große ISO-Datei herunterzuladen.

John Savill/ fms

 


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