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PDF-Dateien unter Windows 8
Wenn Windows 8 auf einem Rechner installiert wird, kommen automatisch auch eine ganze Reihe sogenannter Apps mit auf das System. Neben den bekannten Anwendungen, die eine Verbindung zum Windows-Store aufbauen oder das Wetter anzeigen, gehören dazu auch einige Apps, die das Arbeiten erleichtern können: So kann Windows 8 nun auch standardmäßig eine Unterstützung für PDF-Dateien bieten.
Zu den Programmen, die jeder Anwender sofort auf seinem System installiert oder die im professionellen Umfeld in der Regel auch automatisch bei einer Neuinstallation mit auf das Windows-System kommen, gehört in der Regel ein PDF-Reader. Dies ist einer der Punkte, bei denen Windows-Nutzer bisher schon etwas neidisch auf die Anwender mit Apple-Rechner unter OS X schauten: Ging es bisher beim das Betrachten und grundlegende Bearbeiten von PDF-Dateien – wie etwa Notizen oder Bemerkungen in eine solche Datei zu schreiben – dann mussten die Windows-Anwender dazu bisher immer ein zusätzliches Programm installieren.
Apple hat diese Fähigkeiten hingegen in das Betriebssystem integriert und dann ab der Version OS X 10.5 (Leopard) auch noch so ausgebaut, dass eine grundlegende Bearbeitung von PDF-Dateien ohne zusätzliche Programme möglich ist. Microsoft hat zwar für eine gewisse Zeit mehr auf die hauseigene PDF-Konkurrenz XPS gesetzt, zeigt jetzt aber ein Einsehen und beugt sich den Realitäten des Marktes: Unter Windows 8 steht nun standardmäßig eine PDF-App zur Verfügung, mit der diese Dateien angeschaut und beispielsweise auch durchsucht werden können.
App im Metro-Stil erlaubt grundlegende PDF-Bearbeitung
Es handelt sich bei dieser App um eine Anwendung im Stil der neuen Windows-Oberfläche (vormals als Metro-App bezeichnet), die grundsätzlich nur auf dem vollen Bildschirm arbeitet. Grundsätzlich kann diese App (und das soll sie wohl auch) wirklich nur einen einfachen Reader ersetzen: So ist sie beispielsweise eine PDF-Datei anzeigen und natürlich auch ausdrucken. Auch das Drehen des Dokuments, was auf Tablets besonders wichtig ist, sowie die Suchen sind in der PDF-Datei. Notizen, die sich bereits in der PDF-Datei befinden können zwar mit der App bearbeitet werden –sie bietet aber leider keine Möglichkeit, selbst eine neue Notiz hinzuzufügen.
Wer direkt aus der App heraus drucken will, muss dazu den Charms-Bar am rechten Bildrand entweder über eine entsprechende Wischgeste auf dem Tablet oder über die Tastenkombination Windows-Taste +C aufrufen. Dort ist dann der Eintrag „Geräte“ aufzurufen und der gewünschte Drucker kann ausgewählt werden. Dies geschieht alles unter der neuen Windows-Oberfläche und so stellt sich dann auch die Seite mit den Einstellungen für den Druckauftrag dar.
Leider hat Microsoft den neuen Windows-Server 2012 zwar sehr wohl mit Kacheln und den App-Konzept ausgestattet, aber gerade eine solche einfache PDF-App, wie sie Administratoren häufig nur zum schnellen Lesen von Dokumenten verwenden könnten, wird beim Windows-Server nicht mitgeliefert – hier muss also auch weiterhin „nachinstalliert“ werden.
Es bleibt zudem zu hoffen, dass sich Microsoft bis zum endgültigen Erscheinungstermin von Windows 8 noch entscheidet, über den Windows-Store eine erweiterte und verbesserte Version der PDF-App bereitzustellen, die beispielsweise das leichte Anlegen von Notizen in den Dateien erlaubt. (fms)





















