Mittwoch, 19. Juni 2013
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Kein Schlaf für Windows 8…

Mit dem Betriebssystem Windows 8 hat Microsoft auch wieder einige Änderung beim Systemstart des Client-Systems vorgenommen, die unter anderem dazu beitragen, dass solche Systeme dann weitaus schneller starten können. Allerdings müssen auch IT-Profis nun aufpassen, welche Änderungen sie am System vornehmen.

Durch die Veränderung beim Systemstart hat es Microsoft erreicht, dass auch ältere Systeme unter Windows 8 grundsätzlich dazu in der Lage sind, schneller zu starten. Zu diesen Veränderungen gehört es auch, dass die Kernel-Session auf die Festplatte (oder SSD) zurückgeschrieben wird, wenn die Maschine heruntergefahren wird.

Dabei werden dann sowohl der Status der Geräte aus auch der Status der Systemdienste ebenfalls entsprechend auf das Speichermedium gesichert. Soll der Rechner wieder hochgefahren werden, so braucht das System nur noch diese Werte wieder auszulesen, anstatt alle Systemkomponenten und Geräte neu zu initialisieren.

So gehen sowohl das Herunterfahren als auch der Start des Betriebssystems deutlich schneller vonstatten. Dieser Status wird in der sogenannten Hibernation-Datei (hiberfil.sys) abgespeichert. An gleicher Stelle wird auch schon unter Windows 7 der gesamte Systemstatus abgespeichert, wenn beispielsweise ein Notebook „schlafen gelegt“ wird. Viele Administratoren schalten diesen Modus ab, weil er beispielsweise auf normalen Desktop-Systemen in ihrem Umfeld nicht gebraucht oder nicht gewollt ist. Dies kann beispielsweise durch die Eingabe des folgenden Kommandos an der Kommandozeile erfolgen:

powercfg /h off

Durch diesen Aufruf wird die Datei hiberfil.sys vom System gelöscht. Dadurch findet aber auch ein Windows-8-System keinen Platz, um die Kernel-Session beim Herunterfahren entsprechend abzuspeichern. Solche Windows-8-Rechner werden nicht schneller herauf- und herunterfahren sondern im Gegenteil bei diesen Vorgängen deutlich langsamer sein.

Wurde diese Einstellung also auf einem Windows-Rechner vorgenommen, so sollte sie beim Einsatz von Windows 8 durch den folgenden Aufruf an der Eingabeaufforderung wieder rückgängig gemacht werden:

powercfg /h on.

Das Windows-System legt dann eine neue Datei hiberfil.sys an, womit das Abspeichern und Wiederherstellen der Kernel-Session möglich ist, und der Anwender vom schnelleren Start des Windows-8-Systems profitieren kann.

John Savill/ fms

 


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