Donnerstag, 20. Juni 2013
Twitter Facebook Mister Wong Delicious stumbleupon digg Yahoo

Neueste Technologie für Administratoren

Systembetreuer im Windows-Umfeld brauchen Know-how über die neuesten Entwicklungen. Einsatzbeispiele und Tipps aus der Praxis führen zu mehr Effizienz im täglichen Betrieb. Wir bieten Skript-basierte Lösungen von Windows IT Pro exklusiv im deutschsprachigen Raum für unsere Abonnenten.

News

Hyper-V Replica – geplant oder ungeplant?

Bei der Hyper-V Replica gibt es neben den Test-Failover noch ein geplantes und eine ungeplantes Failover. Wie unterscheiden sich diese beiden letztgenannten Varianten?

Mit dem geplanten und dem ungeplanten Failover beim Hyper-V Replica sind die beiden Varianten genannt, die im Produktivbetrieb vorkommen. Ihre Charakteristika lauten wie folgt:

Geplantes Failover: Diese Art der Ausfallsicherheit wird von der primären VM des Hyper-V über die Option „Planned Failover“ im Menü für die Replikation (Replication Menu) angestoßen. Dieser Prozess fährt die primäre VM herunter, repliziert alle anstehenden Änderungen um somit allen Datenverlusten vorzubeugen und übergibt alles an die Replica-VM. Dort werden die Änderungen alle in der korrekten Reihenfolge ausgeführt, so dass ein konsistenter zustand vorliegt. Dann wird die Replica-VM gestartet und wird dann zur primären VM – wogegen die ehemals primäre VM zur Replica-VM umgestuft wird.

Ungeplantes Failover: Hier ist eine andere Grundvoraussetzung zu beachten: Denn aufgrund eines Ausfalls steht die primäre Hyper-V VM nicht mehr zur Verfügung – wegen eines katastrophalen Ausfalls. Daher muss die Replikation auf Seiten der Replica VM angestoßen werden – ebenfalls mit der Failover-Option im Replikationsmenü.

Ist diese Aktion angelaufen, ist eine Replikation der ausstehenden Änderungen nicht möglich und die umgekehrte Replikation muss von Hand aktiviert werden. Dazu ist eine erneute Synchronisation nötig, da es keine Möglichkeit gibt festzustellen, wo die Replikation zwischen der primären und der Replica VM aufgehört hat.

Bei Start der umgekehrten Replikation ist anzugeben, dass man keine erstmalige Replikation ausführen will (also „Do not copy the initial replication“ auf der Seite „Initial Replication“). Die VM auf der ursprünglichen primären VM kann verwendet werden und im Zuge eines Block-für-Block-Vergleichs kann man eine Synchronisation mit der Replica VM und der ursprünglichen VM ausführen. Dazu muss dann nur mehr die Delta-Information über das Netzwerk gesendet werden.

John Savill



Anmelden
Anmelden