Samstag, 25. Oktober 2014
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Hyper-V als Teil von Windows 8

Auch das soll unter Hyper-V auf Windows 8 möglich sein: Eine Netzwerkverbindung zwischen einer VM unter externen Maschine mittels WiFi-Verbindung (Quelle: Microsoft).

Schon unter Windows 7 hat Windows mit dem XP-Mode und der Integration des „Virtual PCs“ eine Virtualisierungs-Lösung auch auf Seite der Client-Systeme bereitgestellt. Mit Windows 8 gehen die Entwickler aber eine Schritt weiter: Nach aktuellen Informationen soll dann auch im Client-System Hyper-V davon sorgen, dass virtuelle Maschinen auf der Plattform betrieben werden können.

Schon längere Zeit wurde darüber spekuliert, ob Microsoft mit Windows 8 die Virtualisierungs-Lösung Hyper-V auf den Client bringen würde. Jetzt bestätigt ein Eintrag im Blog „Building in Windows 8“ diese Vermutung:

Hyper-V wird zum Bestandteil des kommenden Client-Betriebsystems werden. Wie in einem Video auf dem Blog gezeigt wird, soll der Hyper-V dann als Windows-Funktion nachträglich installiert werden können.

Danach steht – so sieht es jedenfalls in dem Video aus – ein Hyper-V-Manager auf der Plattform zur Verfügung, der im Prinzip dem Verwaltungswerkzeug ähnlich sieht, dass Administratoren bereits von den Windows-Server-Systemen kennen.

Wer dann den Virtualisierungs-Dienst auf seinem Windows-8-System einsetzen möchte, muss dazu die 64-Bit-Version des Betriebssystems verwenden. Im Blog werden noch keine direkten Aussagen dazu gemacht, auf welchen Versionen des kommenden Betriebssystems die Software zur Verfügung stehen wird. Allerdings sprechen die Microsoft-Mitarbeiter in diesem Blog-Eintrag immer wieder ausdrücklich von „Professionals“, so dass wohl kaum anzunehmen ist, dass die Home-Versionen des Betriebssystems diese Virtualisierung besitzen werden.

Eine der bekannten Voraussetzungen ist auch hier ein 64-Bit-CPU, die mit der entsprechenden Hardware-Unterstützung ausgestattet ist: Diese wird bei den AMD-Prozessoren als AMD-V und bei Intel als VT-x oder Intel VT bezeichnet (weitere Infos zur x86 Virtualisierung).

Weiterhin müssen die Prozessoren das Feature SLAT (Second Level Address Translation) beherrschen, was ältere Core-2-CPUs schon einmal grundsätzlich ausschließt. Der Rechner sollte mit mindestens 4 GByte an Hauptspeicher ausgerüstet sein, wobei jeder IT-Profi nur zu genau weiß, dass gerade bei aufwändigen Virtualisierungs-Lösungen mehr RAM immer von Vorteil ist. Eine gute Nachricht ist dabei noch die Aussage, dass mit dieser Version von Hyper-V dann sowohl der Einsatz von 32- als auch der von 64-Bit-Gast-Systemen unterstützt wird: Dieses Feature wurde von vielen Anwendern bei Virtual PC bisher schmerzlich vermisst.

Auch Techniken wie Dynamic Memory und das Verschieben einer virtuellen Maschine im laufenden Betrieb sollen dann direkt unter Windows 8 zur Verfügung stehen. Neu ist weiterhin die Möglichkeit, mittels eines virtuellen Switches eine Verbindung zwischen einer virtuellen Maschine und einem externen System auch über eine WiFi-Verbindung aufbauen zu können – auch diese Möglichkeit wird in dem Video auf der Seite des Blogs demonstriert.

Glaubt man den Gerüchten, die im Netz verbreitet werden, so will Microsoft bei der neuen Konferenz „Build Windows“, die diese Woche in Anaheim im Kalifornien stattfindet, bereits eine erste Version von Windows 8 der Öffentlichkeit vorstellen. (fms)




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