Montag, 20. Mai 2013
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Erweitern einer aktiven VHD-Datei

Wenn eine VHD-Datei (Virtual Hard Disk) eines Hyper-V (auf der Basis des Windows Server 2012)aktiv ist, kann man sie nicht im Betrieb erweitern.

Egal ob VHD oder VHDX (das neue Format für virtuelle Festplatten ab dem Hyper-V auf Basis von Windows Server 2012) – ein Administrator ist nicht in der Lage, eine VHD- oder VHDX-Datei zu erweitern, die im Einsatz ist. Allerdings stehen einige alternative Aktionen zur Verfügung, um mit dem Aufgabe zurecht zu kommen, eine virtuelle Festplatte zu erweitern, die in einer VM (Virtual Machine) läuft.

So könnte man eine dynamisch erweiterbare VHD-Datei verwenden und für sie einen großen Wert für die Maximalgröße angeben. Der Speicherplatz wird bei einer dynamischen Datei nur dann zugewiesen, wenn er auch wirklich benötigt wird. Das führt dazu, dass es bei der Zugriffsgeschwindigkeit auf eine VHDX mit fester oder mit dynamischer Größe so gut wie keinen Unterschied mehr gibt.

Der einzige Nachteil der dynamischen Dateien ist noch bei der Festplattenverwaltung zu beachten: Wenn die dynamischen VHD- oder VHDX-Dateien im Verlauf der Zeit stark anwachsen, muss sichergestellt sein, dass der Speicherplatz auf den Massenspeichern nicht ausgeht.

Eine andere Option ist das Hinzufügen von weiteren Festplatten für die laufende VM über den SCSI-Bus. Dieses Hinzufügen von Festplatten über den SCSI-Bus ist bereits seit dem Windows Server 2008 Release 2 machbar. Es erlaubt ein einfaches Erweitern der Speicherkapazität für eine laufende VM. Über den IDE-Bus ist dagegen kein Hinzufügen im laufenden Betrieb machbar.

Wenn man weitere „kreative“ Optionen in Betracht zieht, so ist zu sagen, dass sie funktionieren können – allerdings handelt es sich dabei um keine generell empfehlenswerten Tipps. Falls das Gastbetriebssystem Windows Server 2012 ist, könnte man einen Storage Spaces in der VM anlegen. Dabei ist der Administrator in der Lage, weitere Festplatten einem bestehenden Storage Space hinzuzufügen und so die Größe zu erweitern.

Doch der Administrator sollte keinesfalls versuchen, einen Storage Space in einer VM anzulegen und dabei die Pass-Through-Disks verwenden. Denn bei einem Neustart des Host-Systems würde der Host erkennen, dass diese Festplatten einen Storage Pool haben und versuchen sie für sich zu reklamieren.

Zudem darf man nicht vergessen: Die Storage Pools sind konzipiert, damit sie beim Host-System zum Einsatz kommen und mit physischen Festplatten zusammenspielen. Für den Einsatz in einer VM sind sie nicht gedacht – diese Option wurde hier nur deswegen gezeigt, um alle möglichen Varianten abzudecken.

In komplexeren Umgebungen gibt es noch eine Alternative: Man könnte ein Disk-Passthrough  zu einer LUN nehmen, die auf einem SAN liegt und das die Erweiterung im Betrieb unterstützt. Doch jeder Einsatz einer Passthrough Disk hat zur Folge, dass man keine VHD nützt und somit auch die Vorteile der VHD für die VM verliert – also Funktionalitäten wie etwa Snapshots, VM Migration und den Einsatz von Hyper-V Replica.

John Savill



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