Freitag, 27. Mai 2016
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Daten sicher löschen

Das Tool bietet unterschiedliche Algorithmen zum sicheren löschen an, die Spanne reicht dabei vom einfachen Überschreiben mit den Wert „Null“ bis zu 35-fachen Überschreibvorgängen mit Zufallszahlen.

Besondere Vorsicht ist beim Umgang mit vertraulichen Dokumenten und Dateien geboten. Dies gilt auch, wenn diese Daten vom System entfernt werden sollen.

Für den sicheren Umgang mit sensiblen Daten im Unternehmen existieren meist differenzierte Vorschriften. Schließlich müssen die Firmen für die Datensicherheit geradestehen. Und bei Verstößen müssen nicht nur ein Imageverlust, oder finanzielle Einbußen durch wegfallende Kunden gefürchtet werden, sondern es können auch ganz klare juristische Konsequenzen drohen. Schließlich verpflichtet der Gesetzgeber die Unternehmen, personenbezogene Daten mit der entsprechenden Sorgfalt so zu behandeln, dass Dritte keinen Zugriff darauf erlangen können.

Aber nicht nur im unmittelbaren Umgang mit personenbezogenen Daten müssen die Mitarbeiter im Unternehmen auf den Datenschutz achten, sondern auch wenn diese wieder von den Systemen entfernt werden sollen. Und dabei ist auch zu beachten, dass mit Windows-Bordmittel gelöschte Dateien sehr leicht wiederherstellbar sind. Schließlich werden die jeweiligen Bereiche auf den Festplatten und Flashspeichermedien bei „normalen" Löschvorgängen nicht überschrieben, sondern diese Bereiche nur aus dem Inhaltsverzeichnis des Dateisystems gelöscht.Daher empfiehlt es sich, sensible Daten, Dateien und Ordner immer mehrfach zu überschreiben, wenn diese auf den IT-Systemen nicht mehr benötigt werden. Dazu existieren unterschiedliche Tools, beispielsweise ist hier die Freeware „Hardwipe“ zu nennen.

Bei mechanischen Festplatten werden die selektierten Sektoren zuverlässig überschrieben. Vorsicht ist allerdings bei Flashspeichermedien (SSDs beispielsweise) geboten, sorgen doch hier bestimmte Algorithmen für eine gleichmäßige Abnutzung aller Speicherzellen (Pages). Löschvorgänge adressieren somit meist nicht die „richtigen“ Speicherzellen (mit dem zu löschenden Inhalt). Hier sind (je nach SSD) unterschiedliche Herangehensweisen erforderlich. Beispielsweise erlauben es bestimmte Hersteller, diese Datenblock-Lastverteilung (Wear-Leveling) zeitweise zu deaktivieren, um eben solche Lösch- beziehungsweise Überschreibvorgängen gezielt durchzuführen.

Florian Huttenloher


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