Mittwoch, 22. Mai 2013
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Aktivieren von .NET-Framework 3.5 auf Windows 8

Aktiviert man auf einem System mit Windows 8 oder einem Windows Server 2012 das .NET-Framework 3.5, stellt es eine Verbindung zum Internet her und lädt Dateien herunter. Warum verhält sich die Software auf diese Weise?

Bereits seit Windows 2000 gibt es eine identische Vorgehensweise: Beim Installieren von Windows werden alle notwendigen Dateien (für jede Rolle und für jedes Feature) auf die Festplatte kopiert – und zwar in das sogenannte Verzeichnis „Side by Side Assembly“ (wie etwa in C:\Windows\winsxs).

Damit entfällt das Einspielen von Dateien vom Installationsmedium, wenn zusätzliche Rollen oder Features später „nachinstalliert“ werden müssen. Zudem muss der Administrator auch kein Servicepack neu installieren, wenn eine Rolle oder ein Feature später aktiviert wird. Systembetreuer die bereits mit Windows NT 4.0 zu tun hatten, werden sich an die Probleme noch erinnern. Denn wenn ein Servicepack dazu kommt, werden auch alle Inhalte des Verzeichnisses winsxs damit aktualisiert, auch wenn das zugehörige Feature bzw. die zugehörige Rolle auf dem System derzeit noch gar  nicht aktiviert ist.

Bei Windows 8 und Windows Server 2012 kommt das neue .NET-Framework 4.5 zum Einsatz. Es handelt sich dabei um eine enorme Menge an Binärdateien. Sie alle werden in dem Verzeichnis winsxs abgelegt. Das .NET-Framework 3.5 (wie auch die Vorgänger 3.0 oder 2.0) stehen optional zur Verfügung.

Doch diese Software steht nicht in der Installationsdatei von Windows 8 bzw. Windows Server 2012 (sie heißt WIM) zur Verfügung. Denn damit würde man viel Speicherplatz benötigen, um zwei verschiedene Versionen des .NET-Frameworks in der Installationsdatei abzulegen. Der langen Rede kurzer Sinn: Die älteren Versionen des .NET-Frameworks liegen nicht im Verzeichnis winsxs.

Benötigt man nun aber eine ältere Version, wie zum Beispiel das .NET-Framework 3.5, kommt eine neue Funktionalität ins Spiel: „Features on Demand“ lautet ihre Bezeichnung. Sie holt die betreffende Software von Windows Update und fügt sie der Windows-Installation hinzu. Daher wird einen Verbindung ins Internet aufgebaut und deswegen auch die Dateien heruntergeladen.

John Savill/rhh



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